Die 4 indianischen Gesetze der Spiritualität

Die 4 Gesetze habe ich vor einiger Zeit auf Facebook gefunden. Jemand hatte schon seine Erklärungen zu den einzelnen Gesetzen geschrieben. Ich habe noch meine Kommentare dazu geschrieben.

 

Das 1. Gesetz sagt: “Die Person, die Dir begegnet, ist die Richtige”

Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben. Alle Menschen, die uns umgeben und sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

 

Das 2. Gesetz sagt: “Das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte”

Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können. Nicht einmal das unbedeutendste Detail. Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen. Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut perfekt, auch wenn unser Verstand, unser Ego sich widersetzen und es nicht akzeptieren wollen.

 

Meine Kommentare dazu: In anderen Traditionen werden die ersten beiden Gesetze als Karma oder Gesetz der Resonanz bezeichnet. Zu diesem Thema lesen Sie mehr in meinem Newsletter von Oktober 2013 unter

 

Das 3. Gesetz sagt: “Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”

Alles beginnt genau im richtigen Moment. Nicht früher und nicht später. Wenn wir dafür bereit sind, dass etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es bereits da, um zu beginnen.

 

Das 4. Gesetzt sagt: “Was zu Ende ist, ist zu Ende”

So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen, beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen.

 

Meine Kommentare dazu: Gesetz 3 und 4 drücken wichtige Prinzipien aus, die wir auch in der Natur finden. Wir leben hier in Europa bekanntlich mit den 4 Jahreszeiten. Jede dieser Jahreszeiten hat ihre besondere Kraft und Funktion. Im Winter passiert ein natürlicher Rückzug, vieles stirbt ab und Raum für Neues wird geschaffen. Die Zwiebeln der Frühlingsblumen, die in der Erde schlummern, tragen zwar alles Potential - z.B. das einer Tulpe in sich - können in dieser Phase des Zyklus aber nicht blühen.

 

Wir Menschen können von diesem zyklischen Werden und Vergehen lernen, indem wir es annehmen und auf unser eigenes Leben übertragen. Sind wir in einer Phase neue Visionen für unser Leben zu schaffen, ist es sinnvoll diese Phase erst einmal abzuschließen, bevor wir die konkrete Umsetzung planen. Zu so einem Zeitpunkt ist es wenig sinnvoll darüber zu hadern, dass die konkrete, manifeste Umsetzung der Vision noch nicht vollzogen ist.

 

Wenn wir ehrlich zu uns selber sind und in uns hineinhören, wissen wir in welcher Phase wir uns gerade befinden.

 

© 2013 text by Cordula Mezias. Das Copyright und die kommerzielle Nutzung verbleiben bei der Autorin

Bild: Sioux Indianer Amos Two Bulls by Gertrude Käsebier, vom Wikimedia Commons

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